Vereinschronik

Mit Radfahren fing alles an…

Im  Dezember  1922  haben  Jakob  Renner  (Bauer), Hans Mühlbacher (Bauer) und Martin  Ritz (Felsenwirt) angeregt, in Hohenmemmingen  einen  Radfahrverein  zu  gründen.  Sie luden zu einer Vorbesprechung ein und   ca. 20 Radfahrer kamen. Am 10. Januar 1923 war dann die Grün- dungsversammlung.  Diese  Gründung  war  im Dorf in der schweren Inflationszeit nicht  gerne  gesehen.  12  Mitglieder  zählte  der  Verein bei der Gründung.
 

Die 1. Wahlen hatten folgendes Ergebnis:

Vorstand: Verw. Kand. Christian Feeß

Schriftführer: Jakob Renner

Kassierer: Martin Ritz

Nach abgelaufener, bestandener Probezeit  wurden sie am 23. April einstimmig wiedergewählt. Die Statuten hatten folgenden  Wortlaut:

Pflege des Radsports. Pflege der Kameradschaft  ohne  Ansehender  Person  und  des  Standes. Anbahnung und Erhaltung freundschaftlicher  Beziehungen  mit  Gleichstrebenden Vereinen.

Die Hebung der Freude an der Natur war als  wichtiger Punkt mit inbegriffen. So wurden  gemeinsame Ausfahrten gemacht, die Räder  mit grün-roten Bändern geschmückt, blaue  Vereinsmützen angeschafft. Es war ein herrliches Bild, wenn die muntere Schar so durch  Wald  und  Feld  radelte.  Die  Schwere  der   damaligen Zeit war verscheucht und neue  Lebensfreude  wurde  für  die  kommende   Woche geschöpft. Die Mitgliederzahl stieg.

..Standarte wird angeschafft..

Weiter wurde am 26.04.1923 beschlossen,  eine Standarte anzuschaffen. Preis derselben 1,5 Milliarden Mark. Die Zahl schildert  die Zeit. Alle Mitglieder stifteten Getreide oder Geld,  auch viele Mitbürger, um den Betrag zusammenzubringen. Am 07.10.1923 konnte die  Standarte abgeholt werden. Die Taubstummenanstalt Dillingen/Donau fertigte sie.

Die  Weihe  der  Standarte  war  dann  am   11. Mai 1924, Böllerschüsse kündigten das  Fest an. Mit einem Rennen begann es, der   1. Sieger wurde Christian Merkle. Am Festzug beteiligten sich zum 1. Mal auch Fußballer im gelb-weisen Trikot.

..Der Fußball kommt..

1923  wurden  auch  in  Hohenmemmingen  schon,  auf  nicht  geschotterten  Straßen,  „Flecklesbälle“  auf  mit  Steinen  oder  Mützen begrenzte Tore geschossen. Meist nur  zur  Sommerszeit,  da  konnte  man  barfuß  kicken. Schuhe mussten geschont werden,  denn man hatte nur ein einziges Paar. Diese  mit Stoßeisen und Nägeln versehenen „Fußballkleider“ waren auch für die Knöchel und  Schienbeine doch etwas zu hart gewesen und  bei  dem  raumbedingtem,  knäuelmäßigem  Nahkampf um den Ball hätten sich zu oft  Spieler auf die Reservebank – Hausstapfel –   zur Erholung zurückziehen müssen.

Eine Gruppe dieser Straßenkicker ging dann zum FV 09 Giengen, sammelte dort in den  Jugendmannschaften, teilweise auch in der „Ersten“ Spielerfahrung.

..RSV Gelb-Weiß..

Man könnte doch jetzt in Hohenmemingen  eine Mannschaft zusammenstellen und sich  selbstständig machen. Gesagt – getan. Welche   Trikotfarbe soll es sein? An der Türe des  Transformatorenhauses auf dem Käppelesberg wurden die Farben für den Dress gesucht. Gelb-Weiß gestreift hob sich von der  grünen Türe ganz gut ab. also Gelb-Weiß  sind unsere Farben. Sie war leider nicht ganz  günstig, wie sich später herausstellte.

Das Trikot hatte man, kurzgeschnittene Hosen auch, aber Kickschuhe, dazu war kein  Geld – was nun? Unser Mannschaftsschuster  Kaspar  musste  alte,  ausgediente  Alltagsschuhe zu Kickschuhen umarbeiten, indem  er die Absätze entfernte und auf die Sohlen Querleisten nagelte. Man war stolz auf  seine Sportgarnitur! Gespielt wurde zuerst  wild,  d.h.  ohne  Verbandsanschluss,  dazu  war kein Geld da, man wollte ja auch nur  Fußball spielen. Man schloss sich mit den  in den Nachbargemeinden sich bildenden  Mannschaften für die Spiele ab.  Oft geschah  dieses erst am Sonntagmorgen, wenn das  Wetter schön war und zum kicken reizte.

..Die Platzfrage..

Wo sollen wir spielen? Man machte bei der  Gemeinde eine Eingabe um auf der Schaft- weide  auf  dem  Schelmenberg  spielen  zu  dürfen. Dieser Eingabe wurde stattgegeben  mit folgender Bedingung: Der Schäfer darf  die  Spielfläche  weiterhin  beweiden,  dass  Gras der nassen Wiesen um die Vogelinsel  weiterhin dort gedorrt werden darf. Es kam  nie zu Reibereien. Für die Tore wurden Fichtenstangen organisiert.

..Der RSV entsteht..

Man hielt nun die Zeit für die Gründung eines Fußballvereines für gekommen. Jedoch  sagte man sich, 2 sporttreibende Vereine im  Dorf seien zu viel. Also einigte man sich auf  ein miteinander, die richtige Entscheidung. Bei  der  Versammlung  am  10.  September  1930  stand unter Punkt zwei der Tagesordnung, Zusammenschluss des Radfahrvereins  mit den Fußballern. Nach langer Beratung  war sich die Versammlung einig, den Ver- ein zukünftig unter dem Namen Rad – und  Sportverein „Wanderlust“ Hohenmemmingen  zu führen. Der Öffentlichkeit zeigte sich der  neue Verein am 28. September 1930 in einer  Feier als RSV mit Radsport und Fußball.  

Die Leichtathletik kam im Verein auch nicht  zu  kurz,  erwähnenswert  ist  hierbei,  dass  Max Bollinger den ersten Waldlauf mit Ziel  an der Hungersberglinde überlegen gewann. Das Ulmer Tagblatt schrieb am 10.August  1933 der RSV Hohenmemmingen hat bei den  Leichtathletik-Clubwettkämpfen  des  Kreises Heidenheim hinter der TSG Giengen den 2. Platz errungen. Von diesem Landverein  eine anerkennungswerte Leistung.  Die Leichtathletik trainiert im Schulstadel,   die Fußballer bei schlechten Wetter im Rösslesaal, wobei öfters die Fensterscheiben klirrten.  Entsprechend der schweren Zeit war auch eine  geregelte  Pflichtspielausführung  schwer.  Geld fehlte und die Arbeitslosigkeit überfiel  den RSV. Dank Fahrzuschüsse der  Spieler,   die Arbeit hatten, konnte der Spielbetrieb  aufrecht erhalten werden.  Am 7. März 1932  musste  eine  Versammlung  zwecks  Vereinszuschuss  zur  Fahrt  nach  Wiblingen beschliessen. Der Antrag auf einheitliche  Kassenführung  wurde  abgelehnt,    wurde  aber am 28. Juli 1933 vollzogen.

..Zwangspause – 2. Weltkrieg.. 

Am 18. Mai 1940 war die letzte Ausschusssitzung, letzter Beschluss, einen Teil der  gewonnenen Pokale bei der angeordneten  Metallspende abzugeben.  

..Wiederbeginn nach dem Krieg..

Am 28. September 1946 ging es wieder weiter.   Eine Mannschaft wurde zusammengebracht.  1949 hatte der Verein bereits 100 Mitglieder.  Auch  eine  Jugendmannschaft  konnte  wieder gemeldet werden. Der Platz durfte nach Fürsprache des Sportkreisvorsitzenden H. Braun beim GR umschrankt  werden.  Jedoch  musste  für  die  Erntezeit für landwirtschaftliche Fahrzeuge  eine Durchfahrt ermöglicht werden. Bei schlechtem, kalten Wetter gingen die  Spieler  mit  Hose  und  Mantel  über  dem  Sportdress zum Sportplatz. Wo ablegen? Ein  Zuschauer wurde auserkoren, die Sachen  währen  des  Spiels  zu  beaufsichtigen.  Ein  Umkleidehaus musste her und wurde unter  großen Mühen gebaut. Dem unermüdlichen  Einsatz von Georg Schlumberger sei hierbei gedacht. Einweihung war am 19. August  1951.

..Die Erfolgserie begann..

Unter der Regie von Ernst Kastler begann  eine  Erfolgsserie,  die  wohl  lange  Zeit  auf  Wiederholung wartet. Die erste Mannschaft  wurde in der Saison 1953/1954 Meister der  C-Klasse mit 27 zu 9 Punkten und einem  Torverhältnis von 69 zu 21.

Die nächste Meisterschaft ließ nicht lange  auf sich warten. In der Saison 1956/1957  wurde man mit 38 zu 8 Punkten und einem  Torverhältnis von 88 zu 28 Toren Meister  der B-Klasse, was gleichzeitig den Aufstieg  in die A-Klasse bedeutete.  Nachdem in der Saison 1960/1961 der Ab- stieg  in  die  B-Klasse  erfolgte,  wurde  die  Mannschaft ein Jahr später, also in der Saison  1961/1962 erneut B-Klassen Meister mit 46  zu 10 Punkten und einem Torverhältnis von  105 zu 38 Toren. Seit 1964 spielt die erste  Mannschaft nun wieder in der B-Klasse.

..30 jähriges Jubiläum..

Am        07.06.1953        wurde   das        30          jährige   Jubiläum mit einem Radrennen eingeleitet.  H.Scherand war der Sieger dieses Rennens.  Nach dem Gottesdienst gedachte der Verein  auf dem Friedhof seinen verstorbenen und  gefallenen  Kameraden.  Der  Gesangsverein  umrahmte die Gedenkstunde mit passenden  Liedern. Nachmittags bewegte sich ein bunter Festzug, angeführt von Festreitern mit  flotter Musik der Kapelle „Frisch Voran“ Altenberg zum Sportplatz. Die Darbietungen  auf dem  Sportplatz wurden von den Turner- innen der TSG Giengen eröffnet. Die Gründungsmannschaft trat gegen die AH der TSG  Giengen an und verlor mit 1 zu 2 Toren.

..Flutlichtanlage..

Die Mitglieder des RSV‘s erstellten 1956 in  Eigenregie eine Flutlichtanlage. Diese wurde  1969 modernisiert.

..Neuer Sportplatz..

Ab November 1961 stand das Problem, einen  besseren Sportplatz vor allem einen ebenen  Sportplatz zu haben, bei jeder Ausschusssitzung auf der Tagesordnung. Die Verbesserung des seitherigen scheiterte. Der Verein  stand ohne Spielfeld da, die Stadt Giengen  half aus. von August 1962 bis Saisonende  1964/1965 spielten die aktiven Mannschaften auf dem „ersten“ Sportplatz Giengens.  An dieser Stelle sei nochmals Dank an die  Stadt, sowie der TSG für die Überlassung  des Sportplatzes und der Umkleidekabinen  gesagt. Die Jugend spielte auf dem hinteren  Hölzle, was viele Beschwerden der Gästemannschaften einbrachte.

Im Herbst 1962 ergriff der 1. Vorsitzende  Christian  Renner  die  Initiative  zur  Schaffung  eines  neues  Spotplatzes.  Allergrößte  Schwierigkeiten  durch  das  Auftreten  von  massiven  Felsgestein  mussten  überwunden werden. 12539 Sprengpatronen wurden  verschossen, die mit 654 Zündern gezündet  wurden. Der Preis einer Patrone bzw. eines  Zünders jeweils 1 DM. Die meisten Glaubten  nicht mehr an das Gelingen des begonnenes  Werkes.  Es  gelang  und  der  Kostenvoran- schlag konnte eingehalten werden. Die Ge- samtkosten betrugen 71.480,00 DM, davon  übernahm die Stadt Giengen 40%, die Gemeinde  Hohenmemmingen  20.000,00  DM  und eine Dorfsammlung brachte 2 400,00  DM ein. Den Rest musste der Verein tragen.  Allen Spendern und Helfern sei „Herzlichen  Dank“ gesagt. 

Viele Mitglieder haben sich, mit dem Vor- stand zusammen, um den Sportplatz ver- dient gemacht, allen voran die Herren Erich  Wannenwetsch,  Willy  Ehrlinger,  Reinhold  Merkle und Eugen Schlumberger. Auch dem  Schulfreund des 1. Vorsitzenden, Erich Höfle,   sei an dieser Stelle gedankt, denn er spendete den Humus.

..Einweihung des neuen Sportplatzes..

Der neue Sportplatz wurde mit einer Festwoche  vom  22.  Juni  bis  30.  Juni  1968   eingeweiht.  Ein  Jugendturnier  leitete  die   Woche ein. Die RSV-Jugend spielte gegen  die  Jugend  des  VFL  Heidenheim  mit  dem  Hohenmemminger Dieter Renner und verlor  2:7. Im ersten Werbespiel schlug die erste  Mannschaft des RSV‘s die höher klassigen  spielenden  TSG Giengen mit 5 zu 2 Toren.  Begeisterung auf dem Festplatz. Das zweite  Spiel, einen Sonntag später, verlor der RSV  gegen den VFL Heidenheim mit  3 zu 13 Toren, auch in diesem Spiel spielte der Hohenmemminger Dieter Renner. Für dieses Spiel  kam der Ball aus der Luft, ein Flugzeug warf  ihn ab und er verfehlte den Anstoßpunkt nur  um wenige Zentimeter. Da über die ganze  Festwoche die Sonne strahlte wurde die Einweihung zu einem vollen Erfolg.

..Das RSV Vereinsheim..

Immer mehr stellte sich auch bei RSV die  Notwendigkeit in den Vordergrund ein Vereinsheim zu haben. Bevor der Verein ohne  Vereinslokal  dasteht,  die  Gäste  sich  im   nahegelegenen Graben waschen mussten,  entschloss sich der Verein im März 1969  ein Vereinsheim zu bauen. Nach den von  Architekt  Sautter  gefertigten  Plänen  sollte das Vereinsheim 175.000,00 DM kosten.  Der Baubeginn sollte baldmöglichst erfolgen, der Rohbau Ende 1969 stehen. Doch da  machte der Naturschutz dem Verein einen  Strich durch die Rechnung.

Am  23.  April  1970  war  Ortbesichtigung  und der jetzige Standort wurde festgelegt.   Darauf folgte eine neue Planung. Im September 1970 ging es dann endlich los mit  dem Bau. Leider wurden die Baupreise in der  verschenkten Zeit höher und so stieg der  Kostenvoranschlag auf 245.979,00 DM, eine  gewaltige Zahl für den Verein. Voller Begeisterung wurde ans Werk gegangen und durch  den gezeigten Idealismus konnte es nur gelingen. Für den Fortgang der Arbeiten setzten  sich mit großem Fachwiesen im besonderen  Reinhold Merkle, Erich Wannenwetsch, Willy  Ehrlinger und Eugen Schlumberger ein. Auch  viele  nichtgenannte  Mitglieder  des  RSV‘s  haben mit angepackt und ihre freie Zeit mit  dem Bau des RSV Vereinsheimes verbracht. 

Nach Fertigstellung des Vereinsheimes war  man  sich  einig,  dass  man  ein  schmuckes  Vereinsheim für die Zukunft geschaffen hat.  Deshalb gilt der Dank an alle, die dazu bei- getragen haben. Mit dem Bau des RSV-Vereinsheimes hat der  Verein im Ortsteil Hohenmemmingen mit 2  Sportplätzen, Umkleide- und Duschräumen  sowie  mit  einem  großen  Aufenthaltsraum  für durstige Fans eine Sportanlage geschaffen, auf die nicht nur der RSV selbst, sondern in gleicher Weise die ganze Stadt stolz  sein kann. In der kurzen Zeit des Bestehens  wurde viel geschaffen; mehr konnte nicht  bewältigt werden.

..50 jähriges Jubiläum.. 

Die Farben des RSV Hohenmemmingen wer- den weiter getragen. Bei 50 jährigem Be- stehen des RSV‘s zählte der RSV: 412 Mitglieder darunter waren 39 Ehrenmitglieder  und 28 Jugendliche und 49 Kinder wurden  betreut.

Das 50 jährige Jubiläum wurde vom 23.06.- 01.07. Juli 1973 zelebriert. Gestartet wurde  n die Festtage am Samstag den 23.06. mit  einem B-Jugendturnier. Das zweite Festwochenende startete bereits  am Mittwoch den 27.06. mit dem AH-Spiel  des RSV gegen die TSG Giengen. Weiter ging  es am Samstag den 30.06. mit der Entscheidung des B-Jugendturniers von einer Woche  zuvor. Am selben Abend fand dann der offizielle Festabend in der Giengener Stadthalle  statt. 

Am letzten Tag der Festwochenenden stand  noch ein Pokalturnier mit dem SV Bachhagel,  FC Landshausen, SV Altenberg und dem VFB  Bächingen statt. Den Abschluss bildete das  Werbespiel zwischen dem RSV und der TSG  Giengen. Die Band „Lustige Buam“ ließ den  Abend dann mit allen Gästen feucht fröhlich ausklingen. 

..Anbau an das bestehende Vereinsheim..

Im Mai 1992 wurde von der Vorstandschaft  beschlossen, den Eingangsbereich des Ver- einsheim  zu  drehen  und  einen  Anbau  zu  errichten.  Zusammen  mit  Architekt  Weiss  wurde ein Plan erstellt, sowie beim WLSB ein  Antrag für einen Zuschuss gestellt.

Am 15.11.1993 wurde dann der rote Punkt  zugeteilt und am 28.01.1994 der Umbauplan der Hauptversammlung vorgestellt.  Dieser wurde von der Versammlung abgesegnet und so konnte man am 08.04.1994  mit dem Anbau beginnen. Zuerst wurde ein  Kanal  zur  Schelmenbergstraße  gelegt  um  den Gas- und Wasseranschluss herzustellen.  Die  Eingangstüre  wurde  um  90  Grad  gedreht,  ein  Büro  und  eine  Schiedsrichterumkleidekabine  waren  ebenso  geplant.  Der Eingangsbereich wurde zum Jahresessen am 12.11.1994 fertiggestellt. Im März  1995  waren  dann  die  Toiletten  fertig.  Im  August 1998 wurde dann der fertiggestell- te  Bau  durch  Manfred  Kettler  vom  Stadtbauamt  der  Stadt  Giengen  abgenommen.  Das  Projekt  wurde  durch  viele  freiwillige  Helfer  fertiggestellt  und  durch  das  Bau-  unternehmen  Fetzer  mit  Maschinen  und  Baumaterialen unterstützt. 

Der Dank galt allen freiwilligen Helfern, dem  Bauunternehmen Fetzer, der Stadt Giengen  und allen Sponsoren, welche das Bauprojekt  großzügig unterstützt haben.

..75 jähriges Jubiläum..

Zusammen mit dem Gesangsverein Hohenmemmingen feierte der RSV sein 75 jähriges Jubiläum. In einem Zelt auf dem alten  Sportplatz war über 10 Tage ein reichhaltiges Programm geboten. Den Anfang machte   ein  schwäbisch-bayrischer  Abend,  einen  Tag später folgte eine große volkstümliche  Star- und Schlagerparade mit dem Fernando-  Express, Eduard Simoni, Edith Prock, den  Allgäuer Dorfmusikanten und Parodist Frank  Raimond. 

Am Sonntag stand das Fest im Zeichen der  Sängerlust.  Ein  großer  historischer  Festzug führte durch den Ort zum Festgelände. Nachdem am Donnerstag die Gienge- ner  Volksbank  (heute  Volksbank  Brenztal)  einen Kundenabend veranstaltete, folgte am  Freitag der Festakt 75 Jahre RSV mit einem  Abend der Hohenmemminger Vereine. 

Samstags folgte das Hohenmemminger Kinderfest, dem sich ein Rock-Abend anschloss.  Am  letzten  Tag  folgte  dann  ein  Fußballturnier mit dem Werbespiel RSV – SSV Ulm  1846 (Aufsteiger in die 2. Bundesliga). Der  SSV gewann das Spiel mit 12:0 Toren. Im  Anschluss an den sportlichen Teil des Tages  folgte Unterhaltungsmusik sowie der „Große   Zapfenstreich“ mit dem Spielmannszug der  freiwilligen   Feuerwehr   Giengen   und   der  Stadtkapelle Giengen. 

Das Jubiläumsfest der beiden Vereine führte  Tausende von Besuchern auf den Schelmenberg und das Wetter zeigte sich auch von  seiner besten Seite.  

..Der alter Sportplatz auf dem Schelmenberg wird begradigt..

Der alte Trainingsplatz des RSV war bis dato  uneben und schräg. Diagonal waren es 3,5  Meter Gefälle. Auf diesem Platz trugen die  Mannschaften des 1923 gegründeten Ver- eins  jahrzehntelang  die  Heimspiele  aus.  Mitte 2005 wurde von der Vorstandschaft  der Beschluss gefasst, diesen Platz einzuebnen.

Ende 2005 wurde damit angefangen. Bei der  oberen Hälfte des Platzes wurden der Humus und die Felsen abgetragen und in der  unteren Hälfte wieder eingebaut. Ca. 4.000  Tonnen wurden dabei bewegt. Die Hohenmemminger Baufirma Fetzer stellte dem RSV  Bagger, Planierraupe und Schaufellader zur  Verfügung. HG Maier hatte beste Verbindungen zur Baubranche und war sehr dankbar  für die Unterstützung. Mit dem Winter wurde  die Arbeit eingestellt, doch sobald Frost und  Schnee Vergangenheit waren, wurde weiter- gearbeitet. Die Grobplanie erfolgte im April.  Danach musste noch der Humus als Rasentragschicht aufgebracht werden, der Rasen  angesät, sowie die Böschungen hergerichtet  und Randsteine gesetzt werden. 

Die Kosten betrugen nach Abzug der frei- willigen  Arbeitsstunden  ca.  20.000  €,  die  Größtenteils von der Stadt Giengen übernommen wurden. Dafür herzlichen Dank.  Auch den vielen freiwilligen Helfern, allen  voran Abteilungsleiter HG Maier, herzlichen  Dank für die geleistete Arbeit.

..Der RSV verlängert Terrasse.. 

und schafft einen überdachten Festplatz. In den Monaten April und Mai 2006 tätigte   der RSV seine vorerst letzte Baumaßnahme.  Die  bestehende  Terrasse  wurde  um  ca.   5 Meter verbreitert und überdacht. Rege  Teilnahme  herrschte  bei  diesem  Umbau  durch RSV-Mitglieder und so konnten die  Kosten  niedrig  gehalten  werden.  Gleichzeitig wurden am Hauptspielfeld und am  Trainingsplatz seitlich Wasserleitungen und  Wasseranschlüsse verlegt, um die beiden  Plätze im Sommer zu bewässern.

..Spielgemeinschaften verändern die Fußballlandschaft..

In der Saison 2019/2020  fusionierte der RSV auf Anfrage des FV Burgberg (Burgberg hatte  enormen Spielermangel) und spielt seitdem  unter dem Namen SGM Hohenmemmingen/ Burgberg.  Zu  Beginn  wurden  zwei  Mannschaften unter dem Trainerduo Pascal Zuber  und Hannes Oberhuber gestellt, eine in der  Kreisliga A und eine in der Kreisliga B. Die  erste  Saison  der  Spielgemeinschaft  wurde  durch die Corona-Pandemie nach der Hälfte der Saison abgebrochen. Obwohl man mit  einem neuen Trainerteam (Bastian Heidecker  und  Michael  Alexander)  konnte  auch  die  zweite Saison der SGM nicht regelkonform  beendet werden, erneut machte Corona einen Strich durch die Rechnung. Aufgrund der Tatsache, dass mit  je einer Mannschaft in der Kreisliga A und  Kreisliga B enormer organisatorischer Auf- wand betrieben werden musste, entschied  man sich, ab der Saison 2022/2023 jeweils  eine Mannschaft in der Kreisliga A und eine  in der Kreisliga A Reserve zu stellen.

..eine Damenmannschaft entsteht..

Die treibende Kraft, das beim RSV Mädchen bzw. Frauenfußball gibt, war Andreas Wan- nenwetsch. Er war es, der die erste Mädchenmannschaft auf die Beine stellte. Anfang  2001  rief  er  die  Mädchen  zum  Training   und am 01.07.2001 war es dann soweit, die  Mädchenmannschaft  trug  ihr  erstes  Spiel  beim Rolf Post Gedächnisturnier aus.

Danach  bestritten  unsere  Mädels  einige  Freundschafts- und  Pflichtspiele in den einzelnen Jugenden. der Verein erkannte das  Potential und das Interesse der Mädels und  baute den Mädchenfußball in Hohenmemmingen weiter aus. So war der RSV zeitweise  in mehreren weiblichen Jugenden gleichzeitig vertreten.

Um eine alleinstehende Frauenmannschaft  zu stellen, war der Kader unserer Damen  jedoch  zu  klein,  so  entschied  man  sich  eine Spielgemeinschaft mit dem FV Sontheim zu bilden. Hier konnte man bereits in  der Saison 2007/2008 den Aufstieg in die  Regionenliga feiern. In den beiden darauf- folgenden Saisonen konnte sich die Mannschaft im guten Mittelfeld halten, bevor sich  die Spielgemeinschaft mit dem FV Sontheim  2009/2010 wieder auflöste. Die folgenden  Jahre  glänzte  der  RSV  zwar  weiterhin  mit  Juniorinnen, für eine selbstständige aktive  Frauen-Mannschaft reichte es jedoch nicht. Erst in der Saison 2012/2013 konnte man  durch starken Zuwachs der Eintracht Staufen  wieder eine aktive Frauenmannschaft stellen. Nach einem holprigen Start in die aktive  Fußballwelt, kam man dann sowohl 2015 als  auch 2016 in den Genuss Relegationsspiele  zu bestreiten. Leider reichte es nicht zum  Aufstieg. Seit der Saison 2023/2024 bilden unsere Damen erneut eine Spielgemeinschaft mit dem FV Sontheim.

..auch die Jugend kommt nicht zu kurz..

Unter  den  Jugendleitern  Richard  Wannenwetsch, Rolf und Wolfgang Post sowie Bernd  Schlieper samt den tätigen Trainern wurde  erfolgreiche Jugendarbeit beim RSV betrieben. Alle Jugendmannschaften konnten in  Eigenregie betrieben werden. Von der F-  Jugend bis zur A-Jugend spielten alle Jugendmannschaften unter der Bezeichnung RSV.  Verschiedene Meistertitel wurden errungen  und meistens spielte man bis zum Ende der  Spielrunde um die Meistertitel mit.

So wurde die C-Jugend in der Leistungsstaffel in den Saisonen 1981/1982, 1988/1989  und  2002/2003  jeweils  Meister  in  Ihrer  Klasse.  In  der  Saison  2002/2003  konnte  unter dem Trainerteam Uwe Heid und Manfred Jander auch der Bezirkspokal gewonnen  werden.  Die  A-Jugend  wurde  2006/2007  Meister in der Kreisstaffel. 

Nachdem man in den Spielzeiten 2010/2011,  sowie 2011/2012 in der D- bis A-Jugend  eine Spielgemeinschaft mit dem SC Hermaringen eingegangen ist, waren die Mannschaften  an  der  C-Jugend  ab  der  Saison  2012/13 Teil des Juniorteam Brenztals, bestehend aus dem RSV, dem FV Burgberg, SC  Hermaringen,  sowie  den  beiden  Vereinen  aus der Kernstadt TSG und SC Giengen. 

Zu den Highlights zählen hier die Meistertitel der B-Junioren in der Premierensaison,  sowie der C-Jugend in der Saison 2014/15  in den entsprechenden Kreisstaffeln. Außerdem sind die B-Junioren in der Spiel- zeit 2017/18 in die Bezirksstaffel (heutige  Regionenstaffel) aufgestiegen. Nur 2 Jahre  später, in der Saison 2019/20 konnten die  gleichen Jahrgänge das Kunststück in der   A-Jugend wiederholen. 

Weitere Highlights waren zweifelsohne das  Erreichen der Endrunde des Hallenbezirkspokals der B-Jugend in der Saison 2012/13,  sowie das Erreichen des Bezirkspokalfinals  der C-Jugend in der Spielzeit 16/17, sowie  einige Vizemeisterschaften und Aufstiege in  die Leistungsstaffel zur Frühjahrsrunde. 

Das Juniorteam Brenztal wurde nach 9 Jahren, im Mai 2021 aufgelöst und mündete in  einer weiteren Spielgemeinschaft der RSV- Jugend mit dem FV Burgberg

..die Vielfalt an Vielfalt an Breitensport nimmt zu..

..seit August 1978 RSV-Damengymnastik

..seit 1981 RSV-Herrengymnastik

..seit 1985 RSV-Kinderturnen

..seit 2014 RSV-Eltern-Kind-Turnen

..seit 2019 Dance-Workout

..seit 2022 Yoga
..von 2004-2019 B-Twisted

..mal schauen was die Zukunft noch bringt..

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